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 Ladung muss „richtig“ gesichert sein

Überprüfung von Ladungssicherheit

 

Während des Fahrbetriebes wirken vielfältige Kräfte auf das Transportgut ein. Diese können bewirken, dass die Ladung auf der Ladefläche rutscht, kippt oder wandert.

Der Gesetzgeber schreibt vor, dass die Ladung so auf einem Fahrzeug zu verstauen ist, dass sie sich bei normalen Fahrmanövern nicht bewegen darf. Zu den normalen Fahrmanövern gehören auch Vollbremsungen oder Ausweichmanöver.Häufig wird im Rahmen von Polizeikontrollen eine mangelhafte Ladungssicherung festgestellt. Im möglicherweise folgenden Ordnungswidrigkeitsverfahren ist es die Aufgabe eines Sachverständigen, zu überprüfen, ob die Ladungssicherung tatsächlich nicht ordnungsgemäß war. Hierbei wird untersucht, inwieweit die vorgenommenen Ladungssicherungsmaßnahmen die in den einschlägigen Richtlinien formulierten Anforderungen erfüllen. In Zweifelsfällen können die zu begutachtenden Ladungssicherungsmaßnahmen auch direkt im Versuch nachgestellt und überprüft werden.

Wann beginnt die Ladung zu Rutschen?

Eine Faustregel lautet  :

- Holz auf Holz setzt etwa 20 Prozent

- Metall auf Holz setzt etwa 20 Prozent

- Metall auf Metall etwa 10 Prozent

der Gewichtskraft der Ladungdem Rutschen entgegen.

Im Fachjargon heißt das: - Holz auf Holz hat eine Gleitreibungszahl von µ = 0,2- Metall auf Metall hat eine Gleitreibungszahl von µ = 0,1- Metall auf Holz hat eine Gleitreibungszahl von µ = 0,2.

Was macht die Ladung in der Kurve?

In Kurven ereignen sich die meisten Unfälle durch verrutschende, verrollende oder umkippende Ladung. Häufig kippt das Fahrzeug nach dem Verrutschen der Ladung um. Die Kraft (Fliehkraft), die in einer Kurve von der Ladung ausgeht, wird oftmals unterschätzt. Auch in der Kurve wirkt das Trägheitsgesetz. Die Ladung will ihren "alten Kurs" beibehalten. Verantwortlich für dieses Verhalten der Ladung ist die Fliehkraft (Zentrifugalkraft). Die Fahrzeuggeschwindigkeit ist von entscheidender Bedeutung. Bei einer Verdoppelung der Geschwindigkeit vervierfacht sich die Fliehkraft, welche die Ladung zur Kurvenaußenseite verschieben will. Der Fahrer allein hat es im Fuß, die Fliehkraft zu beeinflussen.

Was passiert beim Bremsen?

Sie transportieren mit Ihrem Fahrzeug eine 1000 kg schwere Kiste und müssen plötzlich stark bremsen. Was passiert mit der Kiste? Die Holzkiste setzt auf Holzboden nur rund 20 % ihrer Gewichtskraft dem Rutschen entgegen. Beim Bremsen gehen jedoch viel höhere Kräfte von der Ladung aus (bis 80 % der Gewichtskraft). Das liegt wiederum an einem physikalischen Gesetz. Das physikalische Gesetz ist das Trägheitsgesetz. Es besagt: Ein Körper hat das Bestreben, seinen Zustand beizubehalten, in dem er sich gerade befindet: - In Bewegung will er in Bewegung bleiben, das Bremsen wirkt dem entgegen.- Beim Stillstand will er stehen bleiben, das Anfahren wirkt dem entgegen.

Physik der Ladung?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                     Lastverteilungsdiagramm.

 

 

 

Kraft:

Wenn ein Körper beschleunigt oder abgebremst werden soll, ist dazu eine Kraft F (N) erforderlich.

(10 N = 10 kg m/s² = 1 daN)  Die benötigte Kraft hängt von zwei Faktoren ab:

- der Masse "m" des Körpers in (kg)

- der Beschleunigung oder Verzögerung a in (m/s²)

Gewichtskraft:

Mit dem Begriff Gewichtskraft ist Folgendes gemeint: Masse mal Erdanziehungskraft Masse "Masse ist das, was wiegt."

Die Masse "m" wird in Kilogramm (kg) angegeben. 

Sicherungskraft:

Die Sicherungskraft FS ist richtungsbezogen. Sie ist die Kraft, die zusätzlich zur Reibungskraft aufzubringen ist, um die Ladung gegen Bewegung zu sichern.

FS = F - FR                 

  • FS = Sicherungskraft
  • F   = Massenkraft
  • FR = Reibungskraft

Reibung:

Die Reibungskraft ist eine Kraft, die dem Verschieben eines Körpers auf einer Unterlage entgegenwirkt. Es gibt

Haftreibung 

Gleitreibung 

Haftreibung ist die Reibung, die ein ruhender Körper dem Verschieben auf seiner Unterlage entgegensetzt. Gleitreibung ist die Reibung, die ein in Bewegung befindlicher Körper dem weiteren Verschieben auf seiner Unterlage entgegensetzt.Bei der Ladungssicherung betrachtet man ausschließlich die Gleitreibung. Es wird davon ausgegangen, dass die Ladung bei der Fahrt durch die Fahrzeugschwingungen in eine Art Schwebezustand gerät und dadurch dem Verrutschen keinen erhöhten Anfangswiderstand entgegensetzt.

Reibungskraft:

Die Reibungskraft wird nach folgender Formel berechnet: FR =µ * F   G  FR = Reibungskraft in (N)µ = GleitreibungszahlFG = Gewichtskraft der Ladung (N)(10 N = 1 daN ~ 1 kg) Gleitreibungszahlen: Holz / Holz µ = 0,20Holz / Metall µ = 0,20Metall / Metall µ = 0,10

Trägheitsgesetz:

Nach dem Trägheitsgesetz hat jeder Körper das Bestreben, sich mit der Geschwindigkeit weiter fortzubewegen, die er innehat. Das bedeutet: Beim Bremsen versucht die Ladung, sich mit der alten Geschwindigkeit fort zu bewegen. Beispiel: Denken Sie an die Kaffeetasse im Zugabteil!  Die Bremsverzögerung des Fahrzeuges wirkt auf die Ladung als Beschleunigung. Wenn beim Bremsen die Massenkraft m * a größer ist ist die Reibungskraft FR, dann setzt sich die Ladung in Bewegung. m * a>FR  => die Ladung rutscht

Fliehkraft: 

Die Trägheit der Massen bewirkt auch, dass die Ladung ihren "alten Kurs" beibehalten will. Dadurch entsteht in der Kurve die Fliehkraft. Die Fliehkraft FZ (N) berechnet sich nach folgender Formel: V2FZ = m * ---- r  m = Masse der Ladung (kg)v = Geschwindigkeit (m/s)r = Kurvenradius (m)Der entscheidende Faktor ist die Geschwindigkeit, die sie selbst beeinflussen können. Bei einer Verdoppelung der Geschwindigkeit vervierfacht sich die Fliehkraft. Probieren Sie es aus: je mehr Masse der Ladung m (kg) desto größer die Fliehkraft FZ 142 142FZ = 500 *----- = 9800 FZ = 900 * ----- = 17640  10  10  

 

je höher die Geschwindigkeit v (m/s) desto größer die Fliehkraft FZv = 14 m/s ~ 50 km/h v = 27 m/s ~ 97 km/h 142 272FZ = 500 *----- = 9800 FZ =500*----- =36450 10 10

je kleiner der Kurvenradius r (m) desto größer die Fliehkraft FZ 142 142FZ = 500 *---- = 9800 FZ = 500 * ----- = 19600  10 5 

  

DIN Normen:

DIN EN 12195-2 :2008-02 DIN Norm für Spanngurte

DIN EN 12195-3 DIN Norm für Zurrketten

            

 

 

 

 

 

 

 Beispiele für Befestigungen von Gütern:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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