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Wert-Definitionen  (Oldtimerversicherung)

Marktwert, Wiederbeschaffungswert, Wiederherstellungswert 

Worauf kommt's an?

In die Restauration eines alten VW Käfers kann man problemlos mehr als 20.000 Sfr versenken – aber bekommt man im Schadenfall diese Summe von der Oldtimerversicherung auch ersetzt? Noch immer wird im Bereich der Oldtimerbewertungen mit fantasievollen, aber rechtlich unbedeutenden Begriffen wie Liebhaberwert, Verkaufswert oder Zeitwert jongliert. Dabei gibt es für die Schadenregulierung nur drei Werte, die wirklich zählen.

 

Marktwert
Oldtimer und Liebhaberfahrzeuge werden üblicherweise nach ihrem Marktwert versichert. Der Marktwert beschreibt den aktuellen Wert des Fahrzeugs am Spezialmarkt für Liebhaberfahrzeuge, d.h. bei einem An- oder Verkauf würde zum gegenwärtigen Zeitpunkt für dieses Fahrzeug der als Marktwert ermittelte Betrag bezahlt bzw. erzielt. Es handelt sich dabei um einen Durchschnittspreis am Privatmarkt, der weder Mehrwertsteuer noch Händlergewinnspanne enthält. Lediglich bei seltener gehandelten Fahrzeugen und bei Modellen, die überwiegend über den gewerblichen Handel vertrieben werden, fließen auch Ergebnisse aus Händlerverkäufen sowie internationale Auktionsergebnisse als Nettobetrag mit ein. Der Marktwert bildet die Grundlage für).die Versicherungseinstufung und für die Prämienberechnung im Kasko-Bereich. Er gilt als Taxe (festgesetzter, vereinbarter Preis) im Sinne des § 76 VVG (Versicherungsvertragsgesetz

Achtung: Für die regelmäßige Anpassung des Versicherungswertes ist der Versicherungsnehmer selbst verantwortlich! Im Schadenfall wird andernfalls nur der bei Versicherungsabschluss ursprünglich vereinbarte Marktwert ersetzt, auch wenn dieser durch die bei Oldtimern übliche Wertsteigerung nicht mehr aktuell und deutlich zu niedrig ist. Aus diesem Grund sollte die Fahrzeugbewertung alle 2 Jahre aktualisiert werden.

 

Wiederbeschaffungswert
Der Wiederbeschaffungswert beziffert die Summe, die der Geschädigte im Falle eines Unfalls aufwenden muss, um ein gleichartiges und gleichwertiges Ersatzfahrzeug kurzfristig zu beschaffen (Grundsatz der Naturalrestitution, vgl. §249 BGB). Abgestellt wird dabei auf den Wert zum Zeitpunkt des Unfalls. Berücksichtigung findet hierbei – im Gegensatz zum Marktwert – vor allem der gewerbliche Handel, der Wiederbeschaffungswert enthält somit stets (anteilige) Mehrwertsteuer und die in der jeweiligen Preisklasse übliche Händlergewinnspanne – Restaurationskosten oder sonstige bisherige Aufwendungen finden hingegen keine Berücksichtigung. Der Wiederbeschaffungswert ist insbesondere die Grundlage für die Abwicklung eines Haftpflichtschadens.

 

 

Wiederherstellungswert
Der Wiederherstellungswert bezeichnet die Summe, die sich aus der Anschaffung sowie der späteren Restaurierung eines Fahrzeugs ergeben hat - unabhängig davon, ob sich dieser Preis bei einem Verkauf tatsächlich am Markt erzielen lässt. Es handelt sich somit um einen rein rechnerisch ermittelten Wert, der sich aus der Addition der sicht- oder belegbaren Investitionen ergibt. Die Differenz zum Marktwert kann daher erheblich sein. Der Wiederherstellungswert hat vor allem in den Fällen Bedeutung, in denen ein Fahrzeug überdurchschnittlich langwierig, aufwendig und damit kostenintensiv restauriert wurde.

 

Besonderheiten der Oldtimer Versicherung

Günstig – aber mit eigenen Spielregeln!

Oldtimer-Fahrer dürfen sich freuen: Noch nie war es so günstig wie heute, seinen Klassiker versichern zu lassen. Dabei sind Klassiker und Neuwagen zumindest in einem Punkt identisch: Ohne Versicherung darf keiner von ihnen auf die Straße. An dieser Stelle hören die Gemeinsamkeiten aber auch schon auf. Während das Alltagsauto tagein tagaus in den Gefahren des dichten Straßenverkehrs Kilometer frisst, bewegt der Fahrer eines Liebhaberautos sein Gefährt meistens seltener und vorsichtiger. Diese defensive Fahrweise schlägt sich seit einigen Jahren in besonders günstigen Versicherungstarifen nieder und es gibt kaum eine Gesellschaft, die sich nicht um diese „Altautos“ kümmert.

 

Damit die attraktiven Oldtimer-Spezialtarife eingehalten werden können, müssen sich Oldie-Fahrer an ein paar Spielregeln halten, die bei allen Versicherungs-Gesellschaften ähnlich sind. So sollte die jährliche Fahrleistung nicht über 5.000km oder 10.000km liegen, alles darüber erhöht das Risiko und lässt die Prämie sprunghaft ansteigen. Häufig besteht für den Versicherungsnehmer auch ein Mindestalter von 25 Jahren, da in den Altersklassen hierunter die Schadenshäufigkeit – zumindest statistisch – überdurchschnittlich hoch ist. Wichtig ist weiterhin die Originalität: Wer in das Heck seines VW Käfers einen Subaru Turbo-Boxermotor hängt um für die Porsche-Jagd besser gerüstet zu sein, ist zwar willkommen darf aber für dieses Risiko-Gefährt nicht mit dem Niedrig-Tarif des 34 PS Basismodells rechnen. Grundlage für die Berechnung der Prämie ist eine aussagekräftige Fahrzeugbewertung, die regelmäßig aktualisiert werden sollte.

 

 

 

 

 

                                                                                

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